Carnivore Diät – Review und Ernährungsplan

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KURZINFO

Die Carnivore Diät ist eine Ernährungsform, bei der (fast) ausschließlich tierische Lebensmittel konsumiert werden und auf pflanzliche Lebensmittel verzichtet wird. Der Kerngedanke dahinter ist die höhere Bioverfügbarkeit tierischer Lebensmittel zu nutzen und gleichzeitig Antinährstoffe (wie z.B. Phytinsäure) zu eliminieren, die beim Konsum von pflanzlichen Lebensmitteln aufgenommen werden. Somit soll es zu einer besseren Versorgung mit Mikronährstoffen, zu besserer Verdauung und vor allem besserer Gesundheit und Leistungsfähigkeit kommen.

Bekannte Vertreter der Carnivoren Diät sind Dr. Paul Salidino, Dr. Paul Mason, Dr. Georgia Ede, Jordan & Mikhaila Peterson und Shawn Baker. Eine spezielle Form der Carnivoren Diät ist die sogenannte Raw Carnivore Diet, bei der die Hauptbestandteile eines ganzen Tieres (Muskelfleisch, Leber, Nieren, Herz, Hirn, Milz, und Lunge) weitgehend roh konsumiert werden – auch “Nose to Tail” genannt.

Wenn es eine Diät gibt, die in letzter Zeit für Aufsehen gesorgt hat, dann ist es eindeutig die Carnivore Diät.

Immerhin werden wir täglich damit bombardiert, wie schädlich es ist, Fleisch zu essen und jetzt das:

Nur noch Fleisch essen.

Doch was sind die Gründe für solch eine radikale Ernährungsweise?

In diesem Artikel erfährst Du alles, was Du wissen musst!

Halt Dich besser fest – es wird blutig.

Die Carnivore Diät im Schnelldurchlauf – Mehr als nur Fleisch

Also was kommt bei der Carnivoren Diät auf den Teller?

Ist es wirklich nur Fleisch?

Schauen wir etwas genauer:

Bei der Carnivoren Diät gibt es viele verschiedene Vertreter:

Manche essen hauptsächlich nur Fleisch (meistens Steak) – andere essen auch die Organe und dann gibt es noch die Möglichkeit das Ganze roh zu gestalten.

Rohe Eier, rohes Fleisch, rohe Milch, ja sogar rohes Geflügel.

Da alle tierischen Lebensmittel erlaubt sind, kann natürlich auch noch zu Fisch und Honig gegriffen werden – sowie Milch, Käse und Butter.

Obst ist teilweise auch erlaubt, da Obst die einzige Pflanze ist, die in der Natur gegessen werden will (siehe dazu den 2. Abschnitt).

Die Lebensmittel sollten dabei möglichst nicht aus der Massentierhaltung stammen – also nur Tiere aus Weidehaltung.

Die von Dr. Paul Salidino empfohlene Variante, die er in seinem Buch „The Carnivore Code“ vorstellt, nennt sich „Nose to Tail“, bei der möglichst viele verschiedene Teile des Tieres einschließlich der Organe konsumiert werden.

Schauen wir uns das an dieser Stelle etwas genauer an.

In diesem Video geht Salidino die wichtigsten Basics durch und erklärt, warum er die einzelnen Bestandteile der Tiere aufgrund ihrer Mikronährstoffe konsumiert:

Fassen wir kurz zusammen:

  • Es gibt 157 g Protein von Tieren aus Weidehaltung (grass fed & grass finished), welches Zink, Eisen, Vitamin B6 und Vitamin B12 liefert.
  • Beim Konsum von magerem Fleisch wird zusätzlich Butter gegessen.
  • Der rohe Honig (organic) dient dazu, um ein bisschen Kohlenhydrate zu haben.
  • Es werden rohe Eier konsumiert – auch hier “organic”, also die Tiere wurden nicht mit Getreide oder Soya gefüttert. Es wird außerdem nur das Eigelb verwendet, da im Eiklar Avidin enthalten ist, welches wiederum die Aufnahme von Biotin (Vitamin B7) behindert.
  • Es gibt Herz! Reich an Riboflavin (Vitamin B2) und Coenzym Q10.
  • Des Weiteren deckt er seine Calciumzufuhr mit Knochenmark, weil er Milch laut eigenen Angaben nicht verträgt.
  • Rohe Leber für Folsäure, Riboflavin, Zink, Eisen, Selenium, Kupfer und Vitamin A.
  • Nieren für Riboflavin, Folsäure und Vitamin A.
  • Milz: wieder für Eisen.
  • Bauchspeicheldrüse für Trypsin und Pankreatin, um die Verdauung zu optimieren.
  • Thymus für Peptide wie Ta1 um das Immunsystem zu stärken und als Vitamin-C-Quelle.
  • Lammhoden für Zink.
  • Zum Schluss wird natürlich auch noch mit real salt gesalzen.
  • Es wird außerdem mit Talg und Schmalz gebraten, was in dem Video nicht zu sehen ist.

Du kannst außerdem sehen, dass er die Organe roh isst und sein Fleisch nur kurz von beiden Seiten anbrät.

Wieso das?

Weil zu langes Erhitzen die Mikronährstoffe zerstört.

Es geht bei dieser Ernährung also darum, so viel wie möglich zu erhalten – deshalb wird größtenteils roh serviert (es ist aber wie gesagt kein Muss, wenn im Allgemeinen von einer Carnivoren Diät gesprochen wird).

Außerdem soll es beim Konsum roher, tierischer Lebensmitteln zu einer besseren Verdauung als bei gekochten Produkten kommen.

Warum keine pflanzlichen Lebensmittel?

Manch einer wird an dieser Stelle vielleicht die Stirn runzeln und sich fragen, warum die Welt schon wieder auf dem Kopf steht.

Nur noch tierische Produkte und keine „gesunden“, pflanzlichen Lebensmittel mehr?

Was ist mit den Empfehlungen von 5 x Obst und Gemüse am Tag?

Wie schon öfters beschrieben, sind nicht alle pflanzlichen Lebensmittel per se „gesund“ und für jedermann geeignet.

Bei der Carnivoren Diät spielt der Verzicht ebenfalls eine große Rolle.

Der Grund:

Fast nichts in der Natur will einfach so freiwillig gegessen werden.

Tiere haben die Möglichkeit wegzulaufen oder sich zu verteidigen.

Pflanzen können nicht weglaufen und müssen sich vor Fraßfeinden schützen, indem sie mit Abwehrstoffen arbeiten, die die Pflanze selbst herstellt.

Diese sind meistens in der Schale enthalten, weshalb wir Menschen uns, durch z.B. Ausmalen, den Verzehr erleichtern.

So ist Weißbrot für viele bekömmlich, während hingegen (zu viel) Vollkorn bei den meisten für Verdauungsbeschwerden sorgt – die Ballaststoffe lassen grüßen.

Deshalb setzen Sportler auf weißen Reis, anstatt auf Vollkornreis.

Doch nicht nur das:

In der Schale befindet sich außerdem Phytinsäure, die die Aufnahme von Zink, Eisen, Magnesium und Calcium im Körper behindern können, was durch übermäßigen Konsum zu einem Zinkmangel führen kann.

Deshalb weichen wir Bohnen ein und kochen sie, um den Phytinsäuregehalt und auch die anderen Giftstoffe zu reduzieren oder abzutöten.

Bohnen roh zu essen, würde Dich töten – genau wie eine Hand voll Cashewkerne, die sogar so giftig sind, dass sie bei der Verarbeitung zu starker Schädigung der Haut führen.

Dies sind nur ein paar wenige Beispiele dafür, wie geschickt sich bestimmte Pflanzen gegen Fraßfeinde zur Wehr setzen können.

Es gibt jedoch eine Ausnahme:

Obst will von Natur aus gegessen werden, da die Pflanze hier ihr Saatgut durch Säugetiere verbreitet, indem es über den Kot wieder ausgeschieden wird.

Deshalb wird Obst trotzdem bei vielen Vertretern der Carnivoren Diät ebenfalls konsumiert.

Was ist mit Vitamin C, Magnesium und Calcium?

Vitamin C ist reichlich in Nieren, Gehirn, Leber und Bries enthalten und sogar in geringen Maßen im Muskelfleisch.

Da die Carnivore Diät aber auch den Konsum von Obst erlaubt, braucht man sich um Vitamin C keine Sorgen machen.

Magnesium ist z.B. in Wildlachs, Sardinen, Herz, Leber und Käse enthalten (allerdings in geringeren Mengen, als in pflanzlichen Lebensmitteln).

Die Calciumzufuhr kannst Du mit Milchprodukten und Knochenmark abdecken.

Bekommt man keine Verstopfungen wenn man auf Ballaststoffe verzichtet?

Eine der ersten Fragen, die man sofort bei dem Thema zu hören bekommt.

Es heißt jedoch, dass man bei der Carnivoren Diät keine Ballaststoffe benötigt – ganz im Gegenteil:

Durch Ballaststoffe sollen Verstopfungen und Magen-Darm-Probleme überhaupt erst entstehen.

Ein krasser Gegensatz zu dem, was die weitläufige Meinung ist.

Aber auch hier gibt es Argumente:

So wird in der Carnivoren-Community dazu häufig eine Studie aufgeführt, die nachweisen konnte, dass die Reduzierung und der Verzicht auf Ballaststoffe Verstopfungen und Verdauungsbeschwerden beheben kann. [Ho et. al.]

Ist das Gegenteil also wahr?

Das kann natürlich nicht beantwortet werden, aber wer unter Verstopfungen und Verdauungsbeschwerden leidet, kann auf jeden Fall einfach mal die Ballaststoffe weglassen und ausprobieren, ob es besser wird.

Ist die Carnivore Diät gesund oder gefährlich?

Das ist eine weitere Frage, die häufig aufkommt.

Meine Antwort?

Gesund ist das, was Dir schmeckt, und was Du verträgst.

Es gibt unterschiedliche Stoffwechseltypen und nicht die eine gesunde Ernährung für alle.

Manche Menschen vertragen kein Obst und Gemüse oder bekommen beim übermäßigen Verzehr von Kohlenhydraten Probleme.

Andere hingegen können so ziemlich alles essen, was im 21. Jahrhundert auf den Teller kommt und erfreuen sich bester Gesundheit.

Wenn Du aber unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten leidest und Probleme in Form von Magen-Darm- und Autoimunerkrankungen hast, dann kannst Du die Carnivore Diät auf jeden Fall ausprobieren, da es sich hierbei sozusagen um eine “Eliminationsdiät” handelt.

Es werden so ziemlich alle verdächtigen Übeltäter vom Speiseplan gestrichen.

Es gibt keine Lektine, keine Phytinsäure, keine FODMAPs (siehe hierzu auch die Vertical Diet), keine Oxalsäure, keine Ballaststoffe und keine Salicylate.

Gefährlich kann diese Ernährungsweise allerdings werden, wenn man rohe Lebensmittel verzehrt, die mit Salmonellen behaftet sind und diese nicht durch garen zerstört werden, was besonders bei Geflügel der Fall sein kann.

Manch einer wird argumentieren, dass „Torisashi“ (rohes Hähnchen) in Japan doch auch auf der Speisekarte steht.

Hierbei sollte allerdings erwähnt werden, dass in Gastronomiebetrieben, die rohes Fleisch auf der Karte haben, in der Regel stark auf Qualität der Produkte, Einhaltung der Kühlketten, Lagerung und Zubereitungsmethoden geachtet wird.

Du kannst also auch hier in Deutschland Carpaccio, Sashimi, Beef Tatar und Sushi essen.

Rohes Fleich bzw. rohe tierische Produkte zu konsumieren, ist also keine außergewöhnliche Sache.

Wenn Du aber billig im Discounter einkaufst, sollte wohl eher vom Rohverzehr abgeraten werden.

Ich würde also nicht anfangen rohes Hähnchenbrustfilet oder Eier aus Bodenhaltung aus dem Discounter zu konsumieren.

Auch Salidino erhitzt sein Fleisch kurz in der Pfanne (wahrscheinlich um Bakterien, die sich an der Oberfläche befinden, abzutöten).

Carnivore Ernährung bei Sport und Muskelaufbau

Bei bodystacks geht‘s um Muskelaufbau, Gewichtszunahme, Ernährung, Abnehmen, Fitness und Nahrungsergänzungsmittel.

Wenn Du Muskel aufbauen willst, dann bist Du bestimmt hier, weil Du Dich fragst, ob Dir diese Ernährungsform einen Vorteil für den Muskelaufbau bringt.

Immerhin werden hier eine ganze Reihe von Mikronährstoffen abgedeckt.

Wenn Du jeden Tag Kiloweise Fleisch isst, dann bräuchtest Du kein Creatin mehr supplementieren.

Auch Zink würdest Du mehr als ausreichend über die Nahrung aufnehmen.

Cholin und Vitamin B hättest Du reichlich und Dein Eisenwert würde wahrscheinlich beim nächsten Arztbesuch mit Bluttest für Verblüffung sorgen – ganz zu schweigen von Vitamin A.

Wir können also sagen, dass Du hier eine Reihe von wichtigen Mikronährstoffen abdeckst – und zwar reichlich.

Aber:

Es liegen auch sofort einige Nachteile auf der Hand:

1. Es werden keine oder nur wenig Kohlenhydrate konsumiert (es sei denn Du trinkst den ganzen Tag rohe Milch mit Honig und isst zusätzlich jede Menge Obst).

Dadurch bleiben die Glykogenspeicher leer, die zu einem gutem Pump und mehr Leistungsfähigkeit beitragen.

2. Um möglichst viele Mikronährstoffe zu erhalten, muss das ganze Tier „Nose to Tail“ gegessen werden.

Ziemlich teuer, weil man unbedingt auf “gras finished” setzen sollte. Zudem sind die Beschaffungsmaßnahmen relativ umständlich. In Deutschland ist es ziemlich schwierig alle Teile vom Tier zu bekommen.

3. Du kannst schlechter zunehmen.

Lass uns ehrlich sein: Wenn Du während der Massephase Muskeln aufbauen willst, dann musst Du viel essen.

Besonders wenn Du Hardgainer bist und schnell zunehmen willst.

Protein und Fleisch ist jedoch extrem sättigend und Du wirst wahrscheinlich auch nicht jeden Tag rohe Organe essen wollen. Du müsstest mit extrem viel Milch und Honig arbeiten, um für volle Glykogenspeicher und genug Kalorien sorgen zu können.

4. Der Magnesiumgehalt in tierischen Lebensmittteln fällt doch etwas knapper aus und als Sportler brauchst Du mehr Magnesium.

5. Kalium ist ebenfalls mehr in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten und kommt hier etwas zu kurz.

6. Es gibt keinen wirklichen Vorteil, gegenüber einer “normalen Ernährung für den Muskelaufbau”, bei der auch Fisch und Fleisch bzw. tierische Produkte konsumiert werden und zudem mehr Kohlenhydrate, die einen extrem proteinsparenden Effekt haben (günstiger und für viele bekömmlich).

Das sind lediglich meine Kritikpunkte, was jedoch nicht heißen soll, dass man mit dieser Ernährungsweise keine Muskeln aufbauen kann.

Immerhin ist auch Salidino fit und in Form:

Abschließen lässt sich auch noch sagen, dass man die Sache beim Thema Muskelaufbau nicht unnötig verkomplizieren sollte.

Muskelaufbau funktioniert seit eh und je und es wurde schon mit sämtlichen Lebensmitteln aufgebaut.

Außerdem ist es fast gar nicht möglich jeden Tag die empfohlene Menge aller Mikronährstoffe aufzunehmen.

Wahrscheinlich ist es auch nicht nötig – unsere Vorfahren hatten schließlich auch nicht jeden Tag Zugang zu Nahrung.

Wer sagt, dass wir jeden Tag einen bestimmten Referenzwert komplett erfüllen müssen?

Außerdem balanciert der Körper Schwankungen und auch Defizite aus.

Glaubst Du, wenn Du den einen Tag 10 oder 20 % zu wenig von einem Nährstoff hast, kannst Du keine Muskeln mehr aufbauen?

Es ist besser bei der nächsten Trainingseinheit am Start zu sein, anstatt sich darüber zu lange den Kopf zu zerbrechen.

Und Du wirst auch nicht zum Tier, wenn Du nur noch Fleisch isst.

Ja, Shawn Baker ist ziemlich stark.

Immerhin zieht er 180 kg für Sätze im hohen Wiederholungsbereich.

Auch hier muss man sagen, dass dies nicht aufgrund der Diät alleine ist, sondern genetische Faktoren ebenfalls bei solchen Kraftleistungen eine Rolle spielen, ganz abgesehen davon, dass es Sportler gibt, die nicht nur Fleisch essen und stärker sind.

Carnivore Diät: Anleitung, Ernährungsplan & Rezepte

Ein Diätplan sieht folgender Maßen aus:

  1. Anfangen mehr tierische Produkte zu konsumieren.
  2. Pflanzliche Lebensmittel nach und nach reduzieren.
  3. Nur auf tierische Produkte übergehen.

Es ist besser, nicht gleich alles schlagartig zu ändern.

Wenn man anfängt nur noch tierische Produkte zu konsumieren, kann es zu Anfang außerdem zu Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit und Abgeschlagenheit kommen.

Es braucht eine Zeit, bis sich der Körper und die Darmflora an die neue Ernährungsweise gewöhnt hat.

Diese könnte dann sie folgt aussehen:

Frühstück:

  • Steak and Eggs (Vince Gironda Style). Oder das Steak englisch braten und dann ein paar Eigelb dazu (siehe dazu Salidino im Video am Anfang).
  • Ein Organ Deiner Wahl (Leber, Milz, Herz, Hoden oder Nieren) am besten roh. Ansonsten eine Bauernterrine aus Hackfleisch & Leber machen, wenn Du diese Lebensmittel nicht roh konsumieren willst.
  • Optional: Honig mit Milch oder Obst.

Snack:

  • Sardinen oder Organe

Mittag:

  • Steak und Organe (zusätzlich Butter bei Cuts mit niedrigem Fettgehalt).

Snack:

  • Knochenbrühe
  • Thunfisch

Abends:

  • Steak und Organe
  • Eier

Carnivore Diät Erfahrungen

Ich habe die Carnivore Diät selber nicht ausprobiert, aber Dir zwei Erfahrungsberichte zusammengestellt, die außer Salidino auch positive Erfahrungen mit der Carnivoren Diät gemacht haben:

Jordan Peterson

Er konnte so seine Depressionen, die er seit dem 13. Lebensjahr hatte verbessern.

Er konsumiert laut eigenen Angaben nur noch Steak, Salz, Wasser und Club Soda.

Dadurch konnte er außerdem aufhören zu Schnarchen, seine Zahnfleischentzündung, Schuppenflechte und Refluxkrankheit heilen, Energielevel und Schlaf verbessern und insgesamt über 22 kg abnehmen.

Er empfiehlt jedoch keinem seine Ernährungsweise.

Du kannst seine Ausführungen zur Carnivoren Diet hier genauer nachverfolgen.

Mikhaila Peterson

Die Tochter von Jordan Peterson litt ebenfalls unter starken Depressionen und Arthritis (Gelenkerkrankung).

Sie reagierte stark allergisch auf pflanzliche Lebensmittel und bekommt z.B. beim Konsum von Orangen und Erdbeeren Ausschlag.

Sie hat pflanzliche Lebensmittel nach und nach von ihrem Speiseplan gestrichen und ihre Gesundheit verbesserte sich.

Heute isst sie nur noch Rind und erfreut sich bester Gesundheit.

Sie teilt ihre Erfahrungen mit der Carnivoren Diät auf ihrem Foodblog Dont Eat That.

Fazit

Die Carnivore Diät macht aus mancher Hinsicht Sinn.

Je nachdem was wir vertragen und am liebsten essen, ist auf unsere Genetik zurückzuführen.

Manche Menschen vertragen tierische Produkte besser und andere pflanzliche.

Natürlich gibt es auch Mischtypen und man passt sich auch immer an die Ernährungs- und Kochweise seiner Eltern und Großeltern an.

Der Körper hat auch noch die Fähigkeit sich an die Nahrung, die ihm zur Verfügung steht, anzupassen – auch wenn er sie nicht optimal verträgt.

Starke Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz oder Zöliakie sind eher selten.

Wer durch seine normalen Essgewohnheiten stärkere Beschwerden hat, für den kann eine Ernährung mit nur Fleisch (als eine Art Eliminationsdiät) Sinn machen.

Danach können wieder andere Lebensmittel nach und nach zur Ernährung hinzugefügt werden.

Was die hier dargestellten Abwehrstoffe bestimmter Pflanzen angeht, könnte man bei Beschwerden, oder schlechten Blutwerten während einer normalen Mischkost, darauf achten, dass man bestimmte Sachen, wie Vollkorn oder Lebensmittel mit hohem FODMAP-Gehalt, einfach mal weglässt und guckt, ob es einem besser geht.

Man wird außerdem auch nicht direkt einen Zinkmangel bekommen, wenn man hin und wieder mal Chili con Carne oder viel Phytinsäure mit einem Vollkornmüsli konsumiert.

Lange Geschichte kurz:

Eine gesunde Ernährung für alle gibt es nicht und am besten isst Du einfach das, was Dir schmeckt und was Du verträgst.

Wenn Du die Carnivore Diät schon mal ausprobiert hast, kannst Du gerne Deine Erfahrung in den Kommentaren teilen!

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