5 Gründe warum Creatin bei Dir nicht wirkt

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1.) Die Verzehrempfehlung Deines Produkts ist nicht korrekt (und Du beachtest sie)

Normalerweise werden Nahrungsergänzungsmittel zur Leistungssteigerung von den meisten Trainierenden sowieso in der doppelt und dreifach empfohlenen Dosis eingenommen.

Du nimmst Creatin aber korrekt ein, richtig?

Nun ja, nur könnte Dir diese Vorgehensweise vielleicht zum Verhängnis werden, wenn die Verzehrempfehlung auf der Verpackung die täglich notwendige Mindestmenge an Creatin unterschreitet, die für eine Performancesteigerung tatsächlich benötigt wird.

Du brauchst mindestens 3g am Tag.

Creatin wird heutzutage in vielen Produkten verwendet (neuartige Creatinformen, Trainingsbooster, Weight Gainer etc.), die neben Creatin auch noch andere Bestandteile, Transportmatrixen und Zusätze aufweisen.

Oft wird dann mit der täglichen Dosis zu wenig Creatin aufgenommen, um von der vollen Wirkung des Creatins zu profitieren.

Achte deshalb bei der Einnahme Deines Creatinprodukts oder Produkten, die Creatin enthalten, auf die Menge an Creatin-Monohydrat, die in der täglich empfohlenen Verzehrmenge enthalten ist.

Alles unter 3g am Tag wird keine Leistungssteigerung des Supplements bewirken, da es so nicht zu einer Erhöhung der Kreatinphosphatspeicher kommt.

2.) Du nimmst Creatin als Pre-Workoutbooster ein

Creatin wirkt nur wenn es über einen bestimmten Zeitraum eingenommen wird und dadurch die Kreatinspeicher maximal aufgeladen sind.

Abhängig von der verwendeten Dosierung und Ladephase kann es 3 bis 28 Tage dauern, bis es zu einer vollständigen Sättigung der Kreatinphosphatspeicher und somit zum vollen Wirkungseintritt des Creatins kommt.

Wenn Du Creatin nur vor dem Workout einnimmst, hast Du niemals volle Kreatinphosphatspeicher und somit auch keine Wirkung.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Du Creatin nicht zusammen mit einem Pre-Workoutbooster einnehmen kannst, solange Du auch ansonsten für volle Phosphatspeicher sorgst.

Nach dem Training kannst Du Creatin ebenfalls gut einnehmen, laut Studien besteht hier ein kleinerer Vorteil, der aber nicht signifikant ist.

Prinzipiell zählt nur, dass Deine Speicher voll sind – somit ist der Einnahmezeitpunkt relativ egal.

3.) Du denkst, Deine Transportmatrix ist King

Zu niedrige Dosierung? Einnahme als Booster?

Das kannst Du trotzdem machen, denkst Du.

Du hast ja schließlich ein Produkt mit der neuesten patentierten Hypercabon-Ultra-Hardcore-Matrix, einer Molekülveränderung an einem Ester, ein halb illegales Steroid mit irgendwelchen anderen tollen Zusätzen, die eine bessere Aufnahme garantieren.

Es gibt jedoch keinen wissenschaftlichen Beweise für die überlegene Wirksamkeit von Creatinprodukten, die mit einer besseren Aufnahme dank „Transportmatrix“ werben.

Gepuffertes Creatin brachte keinen Vorteil gegenüber Creatin Monohydrat.

Und auch Creatin HCL war nicht besser.

Genauso sieht es bei Creatin Ethyl Ester aus. [Spillane et al.]

Natürlich bleibt auch noch zusätzlich zu sagen, dass Creatin Monohydrat angeblich im Magen zerfällt, nur ein Mythos ist, der sich hartnäckig hält.

Genauso wie diese 15 Fitnessmythen.

Deine Transportmatrix macht Dein Produkt also nicht auf magische Weise wirksamer, sodass Du es niedriger dosieren oder wirksam als Pre-Workoutbooster verwenden könntest.

Lediglich während einer sogenannten schnellen Aufladephase, die vor allem früher “old School” im Rahmen einer sogenannten Creatin Kur durchgeführt wurde, kannst Du eine Transportmatrix – in Form von schnell verfügbaren Kohlenhydraten – zur besseren Aufnahme verwenden, um die Kreatinspeicher schneller zu erhöhen.

Bei hohen Dosierungen von bis zu 20 g am Tag, kann der Körper das Creatin somit besser aufnehmen und es erfolgt eine schnelle Sättigung der Kreatinphosphatspeicher.

Danach bringt die Zufuhr von Kohlenhydraten keine weiteren Vorteile für die Aufnahme, da die Speicher gesättigt sind.

4.) Du erwartest eine direkte Wirkung nach der ersten Einnahme

Wie bereits erwähnt, ist es nötig, das Supplement über einen gewissen Zeitraum einzunehmen, damit sich die volle Wirkung des Creatins entfalten kann.

Dieser variiert je nachdem welche Dosierung zum Aufladen der Speicher verwendet wird.

Wenn Du also planst täglich 3 g Creatin zu supplementieren und gestern zum ersten Mal Creatin eingenommen hast, kannst Du heute noch keine Wirkung erwarten.

Es dauert bei einer Dosis von 3 g pro Tag ca. 28 Tage, bis es der Sättigungspunkt der Kreatinphosphatspeicher erreicht ist und es zum vollem Wirkungseintritt des Supplements kommt.

5.) Du denkst, Creatin ist ein Wundermittel und lässt Dich einfach Masse aufbauen

Manche denken immer noch, Creatin wäre ein Supplement, dass die Performance und den Muskelaufbau immens steigern würde.

Steroidähnliche Leistungszuwächse sind jedoch nicht zu erwarten.

Aussagen wie 10 kg Muskelmasse in 4 Wochen aufzubauen oder plötzlich 200 kg auf der Bank zu drücken sind natürlich absolut realitätsfern und entsprechen nicht der Wahrheit.

Du musst Creatin nehmen, Bro – es ist wirklich wie Anabolika. Du brauchst nicht mal mehr trainieren.

Die Wahrheit:

Selbst wer Steroide verwendet, muss weiterhin hart trainieren, die Muskeln wachsen nicht von selbst.

Das selbe gilt für Creatin:

Die verbesserte Resynthese des ATP durch Kreatinphosphat führt zu einer Steigerung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit.

Daraus können Performancesteigerungen im Bereich von intensiven Kurzeitbelastungen oder im Bereich der kognitiven Leistungsfähigkeit entstehen.

Natürlich ist hartes Training und viel essen angesagt, wenn Du in der Massephase bist.

Nur in Verbindung mit konstanten Training und Kalorienüberschuss baust Du erfolgreich Muskelmasse auf.

Erwarte generell nicht, dass Nahrungsergänzungsmittel ein nicht zielgerichtetes Trainings- und Ernährungsprogramm wieder gut machen können.

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