Das richtige Fitnessstudio

Gym-Atmosphäre: Wieso das richtige Studio wichtig ist

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Als ich anfing zu trainieren, startete ich in meinem Zimmer.

Liegestütze, Crunches, Kniebeugen und Übungen mit Stretchbändern waren das Einzige, was ich tat.

Nach 10 Jahren Training im Gym hätte ich nicht gedacht, dass ich jemals wieder in Erwägung ziehen würde dorthin zurückzukehren.

Aber lass mich ein bisschen früher anfangen.

Die Studios von damals waren noch etwas anders als heute.

Lange bevor es Fitnessyoutube gab und Muskelaufbautraining zum Mainstream wurde.

Weniger Wellnes, weniger Zumba, weniger Vermarktung von Produkten, weniger Instagram und vor allem:

KEINE HANDYS AUF DER TRAININGSFLÄCHE.

Mein erstes Gym war ein kleines, privates Studio abgelegen in einem Industriegebiet.

Es war perfekt.

Wir waren zu zweit und manchmal auch zu dritt.

Jedes Training wurde zu einem epischen Event.

Im Auto hörten wir bereits die richtige Musik und bereiteten uns mental auf das Training vor.

Wir trainierten meistens direkt nach der Arbeit um 22:00 Uhr.

Das Studio war immer fast komplett leer und wir konnten uns auch an der Theke unsere eigene Musik wünschen, die uns beim Training anfeuerte.

Jeder kannte jeden.

Die Atmosphäre war unbeschreiblich. Creatin Kreuzheben Kraftsteigerung

Fokussiert und intensiv.

Alle Jungs in diesem Studio trainierten hart und besessen.

Wenn ich nach vielen Sätzen dachte, es wäre genug, und dann in die andere Ecke des Studios blickte, würde ich jemanden sehen, der noch mal eine Schippe draufpackte und an diesem Abend härter trainierte, als alle anderen, was mich immer dazu brachte noch einen Satz mehr zu machen.

Irgend jemand brachte die Intensität immer auf das nächste Level.

Die antreibende Musik, das Klirren der Gewichtsscheiben und das konstante Geräusch eines Laufbands (ein Typ war Abends immer da und machte Cardio) vermischte sich mit der Luftfeuchtigkeit, die manchmal aus der Saunatür strömte, und dem Testosteron der schwitzenden Trainierenden zu einem anabolen Trancezustand.

Man war in der ZONE.

Die Zeit stand während des Trainings immer still und ging so schnell herum, dass man es gar nicht glauben konnte.

Man freute sich einfach jedes Mal auf das Training und die Atmosphäre.

Ich kannte nicht den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Gym.

Dieses Studio war für Jahre alles was ich kannte.

Heute ist alles anders.

Heute gibt es unzählige Ketten, die 24 Stunden geöffnet haben und Dir ein Equipment und Maschinenpark bieten, dass die Herzen jedes Pumper höher schlagen lässt.

Das klingt gut.

Klar muss das besser sein, als ein kleines, simples abgelegenes Studio, richtig?

Nicht so schnell.

Nicht alles, was glänzt, ist Gold.

Nicht nur die Studios haben sich heutzutage verändert, sondern auch die Leute, die trainieren.

Das schlimmste: Studios sind heute nicht nur daran interessiert, so viele Mitglieder wie möglich zu haben (Aufnahmestopp scheint jetzt wohl ein Fremdwort zu sein), sondern es gibt auch keine Regeln mehr, die jemanden die Mitgliedschaft wieder kosten könnte.

Jeder wird dazu ermutigt einen Vertrag abzuschließen und zu “trainieren”.

Kennst Du das?

Du gehst ins Studio und Du weißt nicht mehr, ob Du trainieren willst oder nicht besser sofort die Flucht ergreifst.

Das schlimmste Szenario?

Du kommst mit Deinem Trainingspartner rein und ihr schaut nicht schlecht, wenn Ihr feststellen müsst, dass das Studio eher einer Einkaufzone an einem verkaufsoffenen Sonntag gleicht

Alle Geräte sind belegt und es stehen bereits endlose Schlangen davor.

Ja, sogar hinter den Laufbändern warten bereits Leute.

Ihr schaut euch ungläubig an und habt beide den gleichen Blick:

Wenn Du rein kommst und alles ist belegt.“

Ihr dreht sofort wieder um und geht nach Hause.

Man erlebt einfach alles und wenn man glaubt es geht nicht mehr schlimmer, dann wird man beim nächsten Workout eines besseren belehrt.

Leute, die in der Umkleidekabine Thunfisch essen.

Creatin Bankdrücken Kraftsteigerung

Leute, die während der Satzpausen oder sogar während den Sätzen auf ihrem Smartphone rumtippen.

Leute, die im Squat Rack Bizepcurls machen.

60kg Typen, die mit 15 kg Latziehen machen und sich dabei filmen und fotografieren und Dich dabei mit auf youtube und instagram bannen.

Leute, die Maschinen und Equipment besetzen, aber 20 Minuten auf ihrem Handy rumdaddeln ohne zu trainieren.

Und mittendrin Mädels, die ihre Workouts in eine Selfiesession verwandeln.

All dies kombiniert mit dem endlosen Mainstream Gedudel, was selbst Leute auf Cannabis irgendwann auf die Nerven gehen würde.

Dadurch entsteht statt einer guten Trainingsatmosphäre eine nervenaufreibende und katabole Stressumgebung, in der es kaum noch möglich ist vernünftige Workouts zu haben.

Gibt es eine Lösung für dieses Problem?

Es gibt vier!

1. Du wechselst das Studio.

2. Du baust Dir ein Homegym.

3. Du trägst eine Baseballmütze im Gym und hast immer Deine Kopfhörer am Start.

4. Du trainierst früh morgens, wenn keiner da ist.

Was machst Du?

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