Immunsystem

Wie Du ein unschlagbares Immunsystem aufbaust [11 Biohacks]

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KURZINFO

Das Immunsystem ist Dein Abwehrsystem, welches Dich vor Krankheitserregern schützt – den sogenannten Pathogenen. Man unterscheidet zwischen dem angeborenem Immunsystem, das nicht weiter angepasst werden kann und die erste Schutzreaktion darstellt, um den Großteil der Pathogene abzuwehren und dem erworbenem Immunsystem (auch adaptives Immunsystem genannt), das sich durch die Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Pathogenen auszeichnet.
Du kannst Dein Immunsystem stärken, indem Du Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und Stress reduzierst und gleichzeitig zu einem gesunden Lebensstil durch Sport und korrekter Ernährung beiträgst. Für ein starkes Immunsystem ist außerdem besonders ein guter Vitamin-D-Wert entscheidend, den Du durch Supplementation oder ausreichenden Aufenthalt in der Sonne erreichst.

Du hast keine Lust mehr darauf ständig krank zu werden?

Du willst nicht mehr nach jedem kleinen Kratzen im Hals wochenlang im Bett liegen müssen?

Ich kenne das.

Früher – als man noch jünger war – dachte man vielleicht:

„Hey cool, eine Woche lang im Bett liegen und mal nicht zur Schule müssen.“

Wenn man irgendwann älter ist, wird einem jedoch folgendes schlagartig klar:

Man hat keine Zeit mehr für so etwas.

Denn auszufallen bedeutet Stillstand und zwar auf allen Ebenen.

Du verdienst kein Geld (falls Du selbständig bist) und Du verlierst auch wieder Dein derzeitiges Leistungslevel beim Sport, welches Du Dir hart erarbeiten musstest.

Denk drüber nach:

Wochenlang hast Du beständig gegessen und hart trainiert um die 100kg auf der Bank zu drücken und dann startest Du wieder bei 90kg.

Wenn Du im Jahr mehr als drei Mal einen grippalen Infekt hast, dann wird es schwer Muskeln aufzubauen oder Deine sportliche Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Und ein schwaches Immunsystem ist der Ursprung allen Übels.

Das wird in Zeiten von Covid-19 noch mal mehr deutlich, da besonders Personengruppen gefährdet sind, die ein schwaches Immunsystem haben oder bereits vorerkrankt sind.

Gerade jetzt ist eine gute Gesundheit und Fitness mehr als entscheidend.

In der Vergangenheit gab es schon immer Viren und Krankheiten – das ist einfach der Lauf der Natur und Teil des Lebens.

Wenn Du ein starkes Immunsystem haben willst, musst Du Deinen Körper kennen und wissen, wie Du Dein System zu jeder Zeit in einem gesunden Gleichgewicht hälst.

In diesem Artikel gebe ich Dir die besten Biohacks, um Dein Immunsystem zu stärken und so gesund wie möglich zu sein, ganz egal, welcher Virus sich gerade in Deiner Umgebung befindet.

Ich zeige Dir außerdem, welche Gewohnheiten Du vermeiden oder besser aufgeben solltest, wenn Du maximale Gesundheit willst.

Los geht‘s.

1. Halte Deine Vitamin D Level über 30 ng/ml

Vitamin D ist das wichtigste Vitamin, welches Du für ein starkes Immunsystem brauchst und erhöht zudem Deine sportliche Leistungsfähigkeit signifikant.

Alle Deine weißen Blutzellen, die für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig sind, benötigen Vitamin D.

Eine Metaanalyse eines Professors für Atemwegsinfektion und Immunität, veröffentlicht im BMJ 2017, schlussfolgerte, dass eine Vitamin-D-Supplementation das Risiko einer Atemwegsinfektion von insgesamt 11321 Studienteilnehmern reduzierte. [Martineau et al.]

Diejenigen, die einen Mangel hatten, profitierten natürlich am meisten.

Wenn das mal nicht ein Grund ist, seinen Vitamin-D-Wert zu kennen, vor allem in Anbetracht der Umstände, dass 1 Milliarde Menschen weltweit einen Mangel haben. [Sizar et al.]

Du fragst Dich vielleicht, ob hohe Vitamin-D-Level auch gegen Corona helfen?

Darauf kannst Du wetten.

Eine aktuelle indonesiche Studie wertete die Daten von 780 Fällen laborbestätigter Infektion mit SARS-CoV-2 aus.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Mehrzahl der Todesfälle, die an dieser Stelle wohl bemerkt älter waren und zudem an Vorerkrankung litten, einen Vitamin-D-Wert aufwiesen, der unter dem normalen Serumspiegel lag. Die Autoren assoziierten den Vitamin-Status stark mit der Sterblichkeit durch COVID-19. [Raharusun et al.]

Wie sorgst Du für genug Vitamin D?

Hier sind 2 Biohacks:

1. Aufenthalt in der Sonne in den Monaten April bis September zwischen 11 und 15 Uhr:

Dabei keine oder nur dünn aufgetragene Sonnencreme verwenden und solange sonnen bis es zu einer leichten Rötung kommt. Die Besonnungszeit hängt natürlich von Deinem Hauttyp ab. Dunklere Hauttypen können bis zu einer Stunde benötigen, um genügend Vitamin D zu bilden, während helle Hauttypen schon nach 10 Minuten den selben Effekt haben können.

2. Vitamin D supplementieren:

Mindestens 2000 I.U. am Tag zusammen mit der Einnahme von etwas Fett (Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin).

2. Sorge für einen guten Zinkwert [> 1000 ug/L]

Zink Bankdrücken Kraftsteigerung

Zink ist ebenfalls wichtig für ein starkes Immunsystem. [Dardenne]

Nebenbei kannst Du mit Zink aber noch für einen natürlichen Testosteronwert sorgen und Deine Proteinsynthese erhöhen. [Prasad et al.]

Ein guter Testosteronwert schützt nebenbei noch vor Covid-19, da Männer mit niedrigen Leveln laut einer Studie ein höheres Sterberisiko haben.

Das Problem?

Ein Zinkmangel ist weit verbreitet. Die globale Häufigkeit eines Zinkmangels beträgt 31%. [Caulfield et al.]

Wenn Du nicht weißt, ob Du mit ausreichend Zink versorgt bist, dann lies die Anleitung zur Zinkmangelbeseitigung.

Denn durch einen Zinkmangel kommt es, genau wie bei einer Unterversorgung mit Vitamin-D, zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infekte.

Die guten Nachrichten?

Selbst wenn es Dich bereits erwischt hat, kann Zink helfen.

Zink in Form von Lutschtabletten (75mg) kann die Dauer und die Stärke einer Erkältung lindern, wenn Zink innerhalb der ersten 24 Stunden nach Auftreten der Symptome eingenommen wird. Bei einer 5 Monate langen Einnahme konnte außerdem das Auftreten einer Erkältung reduziert werden. [Singh]

Trotzdem sollte man Zink besser nicht durchgängig einnehmen, da es dadurch zu einer Störung des Kupferhaushalts kommen kann.

Drei bis vier Mal pro Woche 25mg Zink und Du bist auf der sicheren Seite.

Zink konnte außerdem die Reproduktion des regulären Coronavirus in Zellen vermindern [Velthuis et al.] – hiermit ist aber nicht COV-19 gemeint.

3. Bleib’ in Bewegung

Regelmäßige Bewegung ist mit einer der wichtigsten Faktoren für Gesundheit und ein starkes Immunsystem.

Wir wurden dazu geschaffen, um uns zu bewegen.

Wir wurden nicht dazu geschaffen, von 8 bis 16:00 Uhr in einem Bürostuhl zu sitzen und dann nach Hause zu fahren, um auf der Couch weiter Netflix zu gucken.

Bewegung ist dafür da uns gesund, agil, vital und fit zu halten.

Ganz abgesehen davon, dass Sport zu einem starken Immunsystem führt [Niemand et al.], verpasst Du außerdem:

  • verbesserte Durchblutung des gesamten Körpers, Creatin Kreuzheben Kraftsteigerung
  • erhöhte Belastbarkeit der Sehnen und Strukturen,
  • verbesserte Atmung und Sauerstoffversorgung,
  • verbesserte Nährstoffversorgung,
  • verbesserte Knochendichte,
  • verbesserte Verdauung und Abtransport von Schadstoffen,
  • verbesserte Psyche,
  • Unterstützung einer Körperfettreduktion,
  • Aufbau und Erhalt von Kraft und Muskelmasse,
  • schnellere Erholung und Regeneration nach Belastungen,
  • verbesserte Körperhaltung,
  • ein besseres allgemeines Wohlbefinden.

Wenn Du mich fragst, sieht das nach einer ziemlichen Palette von Vorteilen aus.

Was ist die beste Form der Bewegung, die es gibt?

Eine, Die Dir Spaß macht natürlich und die Du deshalb regelmäßig machst ohne Dich „überwinden“ oder „quälen“ zu müssen.

Du musst keinen “inneren Schweinehund” besiegen, um Dich bewegen zu wollen, wenn Du die richtige Art von Bewegung für Dich gefunden hast.

Für manche ist es Training mit Gewichten, für andere kann es Laufen, Schwimmen, Radfahren oder Spaziergänge an der frischen Luft sein.

Alles zählt.

Du trainierst gerne auf Muskelaufbau und hast keinem Zugang zum Gym zur Zeit?

Mach das Corona Workout.

Zu viel des Guten bringt Dich aber natürlich in Schwierigkeiten, denn die Dosis macht wie immer das Gift, wobei wir beim nächsten Punkt für ein starkes Immunsystem wären:

4. Vermeide Übertraining und exzessiven Sport

Du bist also einer von den ganz harten, die sagen, es gibt kein Übertraining und 7 Tage die Woche bei jedem Training ans totale Muskelversagen gehen?

Dann leidest Du möglicherweise bereits an Schlafstörungen und chronischer Müdigkeit.

Übertraining ist real und somit hat zu viel Sport natürlich auch negative Auswirkungen auf unser Immunsystem.

Während ein moderates Maß an sportlicher Aktivität zu einer Stärkung des Immunsystem führt, kann zu viel „des Guten“ das genaue Gegenteil bewirken. [Niemand et al.]

Die folgende Abbildung stellt die Beziehung zwischen dem Belastungskontinuum und dem Risiko für eine Infektion der oberen Atemwege dar. Andere Faktoren wie Reisen, Erregerexposition, Schlafstörungen, psychischer Stress und Ernährungsgewohnheiten können diese Beziehung jedoch ebenfalls beeinflussen.

Adaptiert nachNiemand et al.

Wenn Du Dich durch zu viel Sport nicht mehr gut fühlst und sich Übertrainingssymptome oder sogar eine erhöhte Infektanfälligkeit bereits eingestellt haben, ist es an der Zeit eine Pause einzulegen.

Du bist wahrscheinlich nicht die Ausnahme, die so ein extrem hohes Maß an Belastung tolerieren kann, was die meisten aber gerne von sich glauben – oder zumindest behaupten.

5. Achte auf Deine Schlafqualität

Guter Schlaf ist einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um Deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit geht.

Kein Wunder also, dass auch Dein Immunsystem beeinträchtigt wird, wenn die Nächte mal wieder nicht erholsam waren.

Zu kurze Schlafdauer oder verminderte Schlafeffizienz beeinträchtigen die adaptive Immunität, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionskrankheiten führen kann. Dabei kommt es auch zu einer verminderten antiviralen Immunreaktionen. [Irwin]

Mit anderen Worten:

Wenn Du Deinem Körper nicht genug Schlaf und Erholung gibst, dann schwächst Du Dein Immunsystem und gibst Viren und Bakterien die Chance sich schneller in Deinem Körper breit zu machen.

Sag Deinen Schlafstörungen ade.

6. Halte Deine Proteinzufuhr hoch

Was passiert eigentlich, wenn Du krank wirst?

Dann steigt die Nachfrage des Immunsystems nach Nährstoffen deutlich an. Nährstoffe liefern Energie und sind die Vorläufer für die Synthese neuer Zellen und Antikörper. [Calder et al.]

Die schlechten Nachrichten?

Die Versorgung des Immunsystems mit Nährstoffen wird in erster Linie aus dem Körperinneren gewährleistet – es wird also Muskelprotein katabolisiert, um Aminosäuren für die Synthese neuer Zellen, Proteine und Peptide für die Immunantwort bereitzustellen.

Der Verlust von Stickstoff aus dem Körper eines Erwachsenen während einer bakteriellen Infektion kann bis zu 60g Gewebeprotein entsprechen. [Calder et al.]

Genug Protein zu essen, baut also nicht nur Muskeln auf, sondern hilft Dir auch ungemein, wenn Du schon krank bist.

Man verliert zwar Muskeln, aber wird dafür gesund.

Aber keine Sorge. Die hast Du nach ein paar Wochen Training wieder (Memory Effect).

Zudem wird das Immunsystem durch „high Protein“ natürlich auch vorher schon gestärkt:

Essentielle Aminosäuren (EEAS) sind die kleinsten Bausteine der Proteine und haben einen positiven Einfluss auf Deinen gesamten Körper.

Es ist allgemein bekannt, dass ein Mangel an EAAS bzw. Nahrungsprotein generell die Immunfunktion beeinträchtigt und die Anfälligkeit von Tieren und Menschen für Infektionskrankheiten erhöht. [Li et al.]

Drei der essentiellen Aminosäuren sind sogenannte BCAAs bzw. verzweigtkettige Aminosäuren.

Ob diese eine entschiedene Rolle bei der positiven Funktion des Immunsytem spielen, lässt sich bisher nur in Vitro sowie Tierstudien andeuten. [Calder et al.]

Wenn Du zusätzlich zu Deiner natürlichen Ernährung mit Aminosäuren supplementieren willst, dann empfehle ich Dir deshalb EAAs, da diese alle essentiellen Aminosäuren enthalten und somit BCAA-Produkten überlegen sind.

Des Weiteren spielen auch die semi-essentiellen Aminosäuren eine Rolle, von denen besonders Arginin hervorzuheben ist, was die Synthese von NO (Stickstoffmonoxid) stark anregt.

NO hilft Dir nicht nur dabei einen guten Pump zu bekommen was der Grund dafür ist, warum viele Sportler auf NO-Booster zur Steigerung des Muskelaufbau setzen, sondern dient ebenso als ein toxisches Abwehrmolekül gegen infektiöse Organismen. [Coleman]

Es hat sich gezeigt, dass NO verschiedene biologische Funktionen und Wirkungen innerhalb des Immunsystems hat und die Homöostase (Selbstregulation) aufrechterhalten kann. NO ist ein potenter antimikrobieller Abwehrstoff und hat viele schützende Wirkungen, die bei der Invasion durch infektiöse Erreger am deutlichsten werden. [Singh et al.]

Wie schon bereits erwähnt, sind hohe NO-Level auch in vielerlei anderer Hinsicht nicht nur für Sportler zu empfehlen.

Das Wesentliche zusammengefasst:

Iss viel Protein.

7. Ernähre Dich auch allgemein „gesund“

Bei gesunder Ernährung geht es nicht darum, alle möglichen Lebensmittel zu verbieten, sondern vielmehr darauf zu achten, was einem bekommt und was nicht.

Und sei ehrlich: Jeden Tag Chips und Gummibärchen bekommen Dir nicht.

Natürlich sollte man also auf natürliche Lebensmittel setzen, die man gut verträgt und die einem schmecken.

Eine gesunde „Sportlerkost“ ist in der Regel proteinreich (Geflügel, Fisch, Eier), enthält die Zufuhr von genügend Fett (Butter, Öle) und leicht verdauliche Kohlenhydratquellen wie Reis, Kartoffeln, Obst und Brot.

Mit natürlichen Lebensmitteln deckst Du außerdem die meisten wichtigsten Nährstoffe ab und ein Mikronährstoffmangel ist eher ungewöhnlich, was zu einem starken Immunsystem beiträgt. [Childs et al.]

Zucker und den übermäßigen Konsum von Junk Food, sollte man natürlich begrenzen – auch wenn Du es als Hardgainer in der Massephase auf jeden Fall weiterhin nötig hast.

Der Schlüssel einer gesunden Ernährung ist nämlich sein Verdauungssystem gesund zu halten, was bei einem hohen Kalorienkonsum und den Verzehr von stark verarbeiteten Lebensmitteln immer schwieriger wird.

Die Darmflora bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen und Darmbakterien, die den Darm des Menschen besiedeln und spielt eine entscheidene Rolle bei der Beeinflussung des Immunsystems [Jung Wu et al.]

Wenn Dein Verdauungssystem nicht gesund ist, dann ist auch Dein Immunsystem geschwächt.

Wer nur “Mist” oder allgemein zu wenig isst, der kann schnell unter einem Mikronährstoffmangel leiden, was das Immunsystem schwächt. Zu viel zu essen und Übergewicht führen ebenfalls zu einem geschwächten Immunsystem. [Chandra]

Bei der Ernährung gilt es also das richtige “Rezept” für Dich zu finden.

Wie findest Du also die richtige Balance heraus?

Achte auf das Feedback Deines Körpers!

Wenn Du Dich durch Deine Ernährungs- und Essgewohnheiten fit und vital fühlst, dann machst Du es richtig.

Fühlst Du Dich müde, abgeschlagen und antriebslos, dann ist es an der Zeit etwas zu ändern.

8. Limitiere Deinen Alkoholkonsum

Wo wir grad von etwas ändern sprechen.

Die ständigen Nächte mit Deinen Freunden und Arbeitskollegen finden bei Dir also schon in der Woche statt.

Kar, Donnerstag leitet den Freitag ein und das Feierabend Bier hast Du Dir schließlich verdient.

Die Frage ist:

Wirst Du öfters krank?

Falls ja könnte das an den Nebenwirkungen Deines erhöhten Alkoholkonsum liegen.

Da Alkohol die Proteinsynthese hemmt und somit wahrscheinlich nicht das beste Mittel ist, um Muskeln aufzubauen, tust Du nämlich gleichzeitig Deinem Immunsystem nichts gutes.

Gucken wir, was eine Studie veröffentlicht in „Alcohol Research“ dazu sagt:

Alkohol schwächt sowohl die angeborene als auch auf die adaptive Immunität und erhöht das Risiko für ein breites Spektrum von Gesundheitsproblemen, einschließlich Infektionen und Entzündungen.

Dabei schwächt er vor allem die Darmflora, die zu einem gesunden Immunsytem beiträgt.

Alkohol stört jedoch auch die Funktionen der oberen und unteren Atemwege.

Neben Lungenentzündung wird erhöhter Alkoholkonsum mit Lungenkrankheiten in Verbindung gebracht, darunter Tuberkulose, das Humane Respiratorische Synzytial-Virus (HRSV) und akutes Lungenversagen.

Dabei muss der Alkoholkonsum nicht chronisch sein, um negative gesundheitliche Folgen zu haben. Eine Nacht „Bingedrinking“ kann ebenfalls schon das Immunsystem negativ beeinträchtigen. [Sarkar et al.]

Das klingt nach jeder Menge Hinweise den Alkoholkonsum für ein starkes Immunystem zu reduzieren.

Bei dieser Datenlagen könnten man annehmen, dass es besser wäre gar nichts mehr zu trinken.

Aber wo bleibt denn da der Spaß?

Gut, dass leichter bis mäßiger Alkoholkonsum mit einem geringeren Risiko der Gesamtmortalität und verringerten Entzündungen sowie einer verbesserten Reaktion auf Impfungen in Verbindung gebracht wird. Die Mechanismen, durch die Alkohol eine dosisabhängige Wirkung auf das Immunsystem ausübt, sind jedoch nach wie vor nur unzureichend verstanden und mehr Studien werden benötigt. [Barr et al.]

Einen Freifahrtschein für gesundheitlich fördernden, leichten Alkoholkonsum gibt es also nicht.

Die Lösung?

Sei ehrlich zu Deinem Konsumverhalten und schalte einen Gang tiefer, wenn Du glaubst, dass Deine Gesundheit dadurch beeinträchtigt wird.

Wer keine Probleme hat, stärkt mit moderaten Konsum möglicherweise sein Immunsystem.

9. Hör auf zu rauchen

Ich sage Dir jetzt etwas, was Du bestimmt schon weißt:

Rauchen schädigt die Gesundheit und hier sieht die Sache etwas schlimmer als beim Alkohol aus.

Rauchen schädigt nicht nur die Atemwege, sondern führt zu einer Degeneration des gesamten Körpers.

Mit jeder Zigarette steigt das Risiko für Lungen-, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.

Ich weiß nicht, ob das auch schon auf den Verpackungen steht – aber:

Rauchen schädigt sowohl die angeborene als auch die adaptive Immunität. [Qiu]

Für ein starkes Immunsystem ist es an der Zeit mit dem Rauchen aufzuhören.

Wie machst Du es?

Hier sind 3 Hacks:

1. Go all in

Die Rauchmenge schrittweise zu reduzieren funktioniert nicht.

So kannst Du immer sagen: „Was soll’s, dann hör ich halt morgen auf.“

Den einen Tag rauchst Du außerdem mehr, weil morgen kannst Du ja weiter reduzieren, richtig?

Falsch.

So verlernst Du niemals den Drang zu rauchen und der Versuchung in bestimmten Momenten zu widerstehen schon gar nicht.

Starte an einem Tag und zähle die Tage, die Du geschafft hast.

Wird es hart?

Darauf kannst Du wetten.

Hier sind zwei Biohacks, die Du nutzen kannst, um Dir die Sache zu erleichtern:

2. Laufe einmal um den Block

Wenn Du kurz davor stehst, eine Zigarette zu rauchen, dann verausgabe Deine Lungenkapazität mal so richtig und mach einen kleinen City-Lauf oder eine nette Bergstrecke mit Steigung, falls Du auf dem Land lebst.

Danach hast Du erstmal richtig Durst und keine Lust mehr auf eine Zigarette.

3. Nutze Nikotinkaugummis*

Zumindest was die Sucht nach dem Nikotin angeht, können sie helfen. Was ist noch so in Zigaretten? Tausende krebserregende Stoffe, die Dein Körper nicht braucht. Danach bist Du also nicht süchtig.

10. Denke positiv

Wenn Du Dir selber Panik machst, dass Du krank wirst, dann wirst Du es auch.

Dieser Effekt ist auch als sogenannter Nocebo-Effekt bekannt, der im Gegensatz zum bekannteren Placebo-Effekt steht.

Beim Placebo-Effekt, glaubst Du, dass Dir eine bestimmte Sache hilft und meistens stellt sich dann eine positive Wirkung ein.

Um eine Substanz auf ihre positive Wirkung zu testen, muss sie deshalb in Studien auch immer besser als das Placebo sein.

Der Placebo-Effekt funktioniert jedoch umgekehrt genauso.

Im Gegensatz zur positiven Wirkung beim Placebo-Effekt, ergibt sich beim Nocebo-Effekt eine negative Reaktion.

Der Nocebo-Effekt wird deshalb auch als negativer Placebo-Effekt bezeichnet.

Hier liegt unterbewusst eine bestimmte negative Erwartungshaltung oder Konditionierungen vor – wie z.B. die Angst vor einer Krankheit.

Personen, die glauben krank zu werden, erkranken dann auch tatsächlich, beziehungsweise es können entsprechenden Symptome bei ihnen beobachtet und gemessen werden. [Kinger et al.]

Es ist also von Vorteil, wenn Du von Dir denkst, dass Du ein starkes Immunsystem hast und deshalb nicht krank wirst.

Natürlich sollte man deshalb nicht unvorsichtig werden und trotzdem weiterhin auf sich Acht geben.

11. Reduziere Stress

Stress hat seine guten und seine schlechten Seiten.

Es kommt immer auf die Form des Stress an.

Kurzfristiger Stress, wie z.B. ein Workout am Sonntagmorgen, ist etwas positives, da es den Organismus darauf vorbereitet, mit kurzzeitigen Herausforderungen umgehen zu können.

Diese Art von Stress kann also gut für das Immunsystem sein, weshalb Sport in der richtigen Dosierung das Immunsystem stärkt. [Niemand et al.]

Probleme gibt es nur, wenn der Stress chronisch bzw. zu viel wird.

Chronischer Stress schwächt nicht nur das Immunsystem, sondern kann auch die Anfälligkeit für Krankheiten und sogar das Risiko für Krebs erhöhen. [Dhabhar]

Ein weiteres Problem:

Stress kann unzählige Ursachen haben, die sich alle summieren können:

Von sozialen Konflikten, über Zukunftsängste oder inneren Konflikten mit sich selbst – bis hin zu nervigen Nachbarn oder Verkehrslärm ist alles möglich.

Wenn sich die Ursachen für Stress nicht beseitigen lassen, helfen Dir diese Biohacks um Stress zu reduzieren.

Fazit

Ein starkes Immunsystem ist leicht machbar.

Du brauchst nur die richtige Menge an Bewegung, eine Ernährung, die genug Protein enthält und mit der Du Dich gleichzeitig fit und wohl fühlst sowie einen gute Versorgung mit Vitamin-D entweder durch genügend Aufenthalt in der Sonne oder durch Supplementation.

Was machst Du so für ein starkes Immunsystem?

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