Trainingspartner

Wie Du den richtigen Trainingspartner für Dich findest

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Wenn Du Deinen Muskelaufbau beschleunigen willst, kann ein Trainingspartner der entscheidende Faktor für Deinen Erfolg sein.

Den richtigen Trainingspartner zu finden, ist jedoch gar nicht so einfach.

Dein Partner muss ein paar wichtige Eigenschaften mit sich bringen, die weit darüber hinaus gehen, als nur ein guter Spotter beim Bankdrücken zu sein.

Ich erinnere mich noch ganz genau an meinen ersten Trainingspartner:

Als wir uns dazu entschieden endlich Muskeln aufzubauen und zusammen das erste Mal im Fitnessstudio trainierten, waren wir sofort süchtig.

Es gab keinen Weg zurück.

Wir wollten beide dasselbe und waren entschlossen den Weg zu gehen.

Mein Partner war der beste Spotter, Motivator und Kritiker – ein entscheidender Faktor eines Sportpartners, auf den ich im Verlauf dieses Post noch genauer eingehen werde.

Und wann immer wir gemeinsam einen Fuß auf die Trainingsfläche setzten, wurde es ernst.

Keine Smartphones und keine Plauderei übers Wochenende.

Nur Fokus.

In diesem Post erfährst Du, wie auch DU den perfekten Partner für Deine Ziele findest, welche Vorteile ein Sportpartner hat und was einen guten Partner ausmacht.

Vorteile eines Trainingspartner:

Starten wir mit den Vorteilen zuerst.

Ob Du es glaubst oder nicht:

Ein Trainingspartner ist nicht nur dafür da, um Fotos von Dir in der Doppel-Bizeps-Pose für Instagram zu machen.

Mit dem richtigen Partner bist Du konstant im Gym, arbeitetest die Übungen und Sätze schnell und effizient hintereinander ab und sorgst mit der richten Dynamik für noch höhere Intensität bei Deinen Trainingseinheiten.

Dein Partner erhöht die Motivation, achtet auf Deine Form und bringt Dich dazu immer noch ein paar Wiederholungen mehr zu schaffen.

Nehmen wir die Vorteile, die Dir ein guter Trainingspartner zu bieten hat, an dieser Stelle etwas genauer unter die Lupe:

Noch mehr Motivation

Wie Du sicher schon weißt, ist Kontinuität beim Thema Muskelaufbau ein entscheidender Faktor.

Nur wenn Du krank bist, solltest Du das Workout ausfallen lassen.

Meistens kann man es aber sowieso gar nicht erwarten, endlich wieder im Studio zu sein.

Doch jeder hat mal einen schlechten Tag.

Du hast Stress in der Beziehung oder bist schlecht gelaunt?

Ein guter Trainingspartner bringt Dich dazu trotzdem heute zu trainieren.

Auch Arnold war der festen Überzeugung, dass ein Trainingspartner wichtig ist.

Wenn der eine mal schwächelt, dann sorgt der andere für Motivation und umgekehrt:

Positiver Konkurrenzkampf

Es kann unglaublich motivierend sein, wenn Dein Partner in einer Übung etwas besser ist als Du und Du aber auf das selbe Level wie er kommen willst.

Wenn Du einen Partner findest, der vom Kraftlevel in etwa gleich auf ist, könnt ihr das beide zu eurem Vorteil nutzen und euch gegenseitig bei den Übungen pushen.

Ein bisschen Konkurrenzkampf erhöht ganz nebenbei auch noch den Testosteronwert.

Mehr Gewicht & Training an der Grenze zum Versagen mit weniger Verletzungsgefahr

Das Thema Muskelversagen ist eine Interpretationssache.

Eins ist jedoch klar:

Man muss, um Muskeln aufzubauen, nicht immer zum totalen Muskelversagen gehen.

Trotzdem kann es hin und wieder von Vorteil sein, die eigenen Grenzen auszutesten, um zu sehen, wie viele Wiederholungen noch drin sind.

Hier ist ein Spotter unabdingbar, vor allem wenn Du mit freien Gewichten trainieren willst.

Auch wenn Du mehr Gewicht verwenden willst:

Du willst die 100 kg zum ersten Mal drücken?

Dann fühlst Du Dich einfach sicherer, wenn ein guter Trainingspartner dabei ist.

Allein das Gefühl, dass jemand hinter die steht und Dir im Ernstfall helfen kann, lässt Dich immer mehr Gewicht auf die Stange packen.

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Fehlerkorrektur

Selbst wenn man selber ein gutes Auge für eine korrekte Übungsausführung hat, kann es sei, dass man bei der eigenen Ausführung trotzdem Fehler macht.

Ein guter Trainingspartner weist Dich darauf hin, wenn Deine Übungsausführung nicht optimal ist.

Das können simple Sachen wie die Stellung der Handgelenke beim Bankdrücken sein oder wenn Du beim Bizepcurl zu stark abfälschst und die Bewegung schon lange nicht nur aus dem Ellenbogengelenk erfolgt.

Auch bei anderen Sachen wie korrekter Atmung, Fußstellung oder gar einer schlechten Körperhaltung helfen zwei zusätzliche Augen.

Ein guter Partner kennt Deine Fehlerbilder und Schwachstellen und weißt Dich darauf hin.

Schnelle Dropsets möglich

Bei Intensitätstechniken wie Dropsets machst Du so viele Wiederholungen, bis die Muskelermüdung einsetzt.

Dann reduzierst Du das Gewicht und machst sofort einen weiteren Satz, bei dem Du immer mehr Blut in Deine Muskulatur pumpst.

Die Pause wird dabei so kurz wie möglich gehalten.

Ein Trainingspartner kann hier bei freien Gewichten eine schnelle Hilfe sein.

Außerdem macht es noch mehr Spaß, weil man bei den Sätzen praktisch zusammen arbeitet.

Die Methode ist allerdings nur für weit fortgeschrittene Trainierende geeignet.

5 Eigenschaften eines guten Sportpartner

Alle diese Vorteile klingen natürlich sehr gut.

Und Du fragst Dich vielleicht, was ein guter Partner für Qualitäten mitbringen sollte, um alle diesen Vorteile bestmöglich nutzen zu können.

Hier sind 5 Punkte, die wirklich zählen.

1. Dein Trainingspartner ist selber ein Torjäger

Das heißt, er will genau wie Du Erfolg haben und ist bereit die Sache durchzuziehen.

Jemand der nicht wirklich Erfolg haben will, sondern die Sache nur macht, weil er glaubt seinen inneren Schweinehund besiegen zu müssen und eigentlich keine Lust auf Sport hat, ist hier Fehl am Platz.

Ein guter Trainingspartner hat – genau wie Du – immer Lust auf Training.

Du musst ihn nicht „überwinden“.

Ein guter Trainingspartner steht pünktlich auf der Matte mit dem Trainingsbooster im Anschlag und ist bereit loszulegen.

Ein schlechter Trainingspartner verspätet sich und will dann lieber chillen anstatt Sport zu machen.

2. Dein Partner ist der perfekte Spotter

Gutes Spotten will gelernt sein.

Es sollte weder zu viel noch zu wenig geholfen werden.

Ein guter Partner kennt ganz genau Deine Leistung, informiert sich vorher wie viele Wiederholungen Du schaffen willst und weiß ganz genau, wann und mit wie viel Hilfe er eingreifen muss.

Wenn Du trainierst, ist er konzentriert bei der Sache und gibt Dir das Gefühl von Sicherheit bei der Übungsausführung.

3. Dein Sportpartner kennt sich aus

Wenn Du Muskelaufbautraining betreibst, dann ist es wichtig, sich mit dieser “Sportart” auszukennen.

Dein Partner sollte ebenfalls wissen, was er tut.

Wenn Dein Partner sich nicht mit korrekter Übungsausführung auskennt oder nicht weiß, welche Muskelgruppen mit welchen Übungen trainiert werden, dann kann er Dir keine große Hilfe sein.

Auch Kenntnisse über Ernährung und Supplemente sind von Vorteil.

4. Ihr seit euch körperlich ähnlich und habt ungefähr den selben Leistungsstand

Es macht keinen Sinn zusammen zu trainieren, wenn ihr vom Leistungsstand einen zu großen Unterschied habt.

Angenommen ihr macht Cardio und Dein Partner schafft es keine 10 Minuten zu laufen, dann musst Du ständig anhalten und warten – die Trainingseinheit bringt Dir also keinen Vorteil und für deinen Trainingsparter ist das natürlich ebenso frustrierend.

Auch beim Training mit Gewichten wird die Sache aufwendiger, weil man zwischen den Sätzen immer die Gewichte runter- und wiederauflegen muss.

Wenn bei bestimmten Übungen ein kleiner Unterschied bezüglich der Leistung besteht, kann dies, wie bereits erwähnt, von Vorteil für die Motivation sein.

Wenn Du aber „ein Tier“ bist und 140 kg auf der Bank drückst und Dein Partner lediglich die leere Stange, dann macht diese Trainingspartnerschaft nur wenig Sinn.

5. Dein Sportpartner ist ehrlich zu Dir und gibt konstruktive Kritik

Nichts ist schlimmer als Schönrederei.

Wenn Du bei manchen Übung eine schlechte Form hast, oder bestimmte Muskelpartien zurückliegen, muss Dir Dein Partner das sagen können.

Er weißt Dich auf Deine Schwachstellen oder Fehler beim Training hin, anstatt einfach zu sagen, „sieht schon ganz gut aus.“

Ihr macht Kreuzheben und Deine gute Form verabschiedet sich schon nach der vierten Wiederholung?

Schlechter Trainingspartner:

„Sah schon ganz gut aus.“

Guter Trainingspartner:

„Der untere Rücken ist rund geworden, nimm weniger Gewicht.“

Du zeigst Deine gewaltigen Brustmuskeln, aber Dein Rücken hinkt zwei Jahre hinterher:

Schlechter Trainingspartner:

„Nice.“

Guter Trainingspartner:

„Die Brust ist gut, aber von hinten siehst Du schwach aus. Du musst mehr rudern.“

Ihr wollt in sechs Wochen zusammen in den Urlaub und Du siehst immer noch aus wie ein Wasserbüffel?

Schlechter Trainingspartner:

„Sieht schon ganz gut aus.“

Guter Trainingspartner:

Du musst härter Diät halten, sonst wird das nichts.“

„No-Goes“ eines Trainingspartner

Wo wir gerade schon bei Kritikpunkten eines Trainingspartner stehen geblieben sind.

Hier sind weitere Ausschlusskriterien:

Dein Trainingspartner kann Deine Performance nicht einschätzen

Du bist im ersten Satz beim Bankdrücken und kannst locker noch fünf Wiederholungen machen und Dein Partner schreit:

“Komm, hau die letzte raus, eine schaffst Du noch! Sehr gut, weiter so!“

Oder:

Du hast gerade schon zwei Wiederholungen an der Grenze zum Versagen gemacht, wobei die letzte eine gefühlte Ewigkeit gedauert hat und willst endlich zufrieden ablegen und er ruft:

“Komm, noch zwei!”

„WIE NOCH ZWEI!?”

So geht es nicht.

Dein Trainingspartner muss ein Gespür für Deine Leistung im Satz haben, wenn Du mit ihm Deine Grenzen austesten willst.

Wobei wir auch schon beim nächsten Punkt sind:

Dein Trainingspartner rudert, während er Dich beim Bankdrücken spottet

Auch hier kann Dein Partner Deine Leistung nicht richtig einschätzen.

Wenn Dein Partner so sehr an der Stange zieht, dass er Dir die ganze Arbeit abnimmt, dann war der Satz umsonst.

Sag ihm, er soll nur helfen, wenn es wirklich nötig ist und dabei nur so wenig wie möglich.

Man hilft immer nur minimal, um den Partner die Bewegung am schwersten Punkt der Bewegung vollenden lassen zu können.

Sobald mit viel Kraft an der Stange gezogen wird, war der Satz in Wirklichkeit schon lange vorbei.

Dein Partner lässt regelmäßig das Beintraining ausfallen

Wenn Dein Partner das Beintraining ausfallen lässt, ist das ein No-Go.

Wenn er keinen wirklichen Grund hat, den Beintag ausfallen zu lassen, dann meint er die Sache nicht wirklich ernst.

Was heißt:

Wenn er seine Beine nicht gebrochen hat, dann wird der Beintag nicht ausgelassen.

Auch Entschuldigungen wegen anderen sportlichen Aktivitäten sind nicht erlaubt.

Auch Multitasking zerstört die „Gains“.

Dein Partner daddelt beim Training auf seinem Handy rum, anstatt Dich zu spotten

Solange Du trainierst, sollte das Handy in der Tasche sein.

Wenn Du Deinen Trainingspartner spottest, dann musst Du ein Gefühl dafür haben, an welchem Punkt er sich befindet und die Bewegung quasi mitfühlen.

Wenn Du nicht weißt, wann Du eingreifen sollst, weil Du mit Deinem Handy beschäftigt bist, wie wirst Du dann Deiner Funktion als Spotter gerecht?

Außerdem zerstört es die Motivation und den Fokus wenn der eine trainiert, während der andere auf dem Handy tippt – auch wenn man nicht spotten muss.

Dein Partner schreit übertrieben laut

Dein Partner schreit so laut, dass sich andere Studiomitglieder möglicherweise gestört fühlen?

Auch das geht nicht klar.

Das ist Training mit Gewichten und nicht Braveheart.

Versteh mich nicht falsch, ein bisschen energisch und lauter kann man bei schweren Training ruhig mal sein.

Aber immer noch kein Grund für Kampfgeschrei, es sei denn, Dein Trainingspartner muss den Taschenrechner rausholen, um die Gewichte zu berechnen.

Wie Du eine gute Trainingspartnerschaft pflegst:

1. Ihr befolgt den selben Trainingsplan

Den selben Trainingsplan zu befolgen garantiert, dass ihr immer die selben Übungen absolviert und gemeinsam besser werdet.

Komm nicht mit Deinem Partner ins Studio und frage:

Was machen wir heute?

„Oh, ich glaube ich hab’ Lust auf Brust und Bizeps und vielleicht noch ein bisschen Schultern.“

Ein bisschen Schultern? Vielleicht noch?

So funktioniert es nicht:

Der Plan muss stehen und es muss klar sein, was ihr gemeinsam an welchen Tagen trainiert.

Ins Studio zu gehen, und einfach irgendwas zu machen, funktioniert (für die meisten) nicht.

2. Es gibt feste Trainingszeiten

Ihr hattet euch darauf geeinigt morgens zu trainieren und es wird immer öfters mal wieder Mittag?

Schlecht.

Es ist wichtig, dass man immer zu den selben Zeiten geht, da sich der Körper in gewisser Weise anpasst.

Deshalb sollten auch die Trainingszeiten – genau wie der Trainingsplan – möglichst festgelegt sein.

3. Ihr seit flexibel

Hin und wieder laufen Dinge schief und es klappt nicht wie geplant, dass ist einfach der Lauf des Lebens.

Hier ist es wichtig mit kurzer Absprache die Sache schnell und möglichst stressfrei klären zu können.

Kleinere Zeitverschiebungen sind nicht weiter schlimm, aber wenn eine Trainingseinheit ausfällt, dann sollte das Training für die Muskelgruppen möglichst nachgeholt werden.

Nachteile eines Trainingspartner

Auch wenn die Ausführungen hier für einen Trainingspartner sprechen, sollen an dieser Stelle ebenfalls noch ein paar Nachteile beschrieben werden:

Vor allem für Personen, die ihr Workout lieber spontan planen oder sich aufgrund von Job oder Privatleben eher schwer mit festen Trainingszeiten tun, kann die Absprache und Koordination mit einem Partner eher als mühsam oder gar lästig empfunden werden.

Und manche können sich auch einfach besser auf ihr Training konzentrieren, wenn sie alleine trainieren.

Außerdem bleibt noch zu sagen, dass ein Trainingspartner nicht unbedingt nötig ist, um Erfolg beim Muskelaufbau zu haben.

Sogar ein Spotter ist heutzutage nicht unbedingt notwendig.

Es gibt schließlich unzählige Maschinen und wenn Du nur hin und wieder mit freien Gewichten trainierst und bei einem schweren Satz mal einen Spotter brauchst, dann kannst Du immer jemanden fragen, der sich gerade in Deiner Nähe befindet.

Fazit

Ein richtiger Trainingspartner bietet viele Vorteile.

Noch mehr Motivation, Spotter-Funktion, Fehlerkorrektur bei der Übungsausführung und konstruktive Kritik, was alles Deinen Muskelaufbau beschleunigt.

Eine gute Partnerschaft aufzubauen erfordert jedoch etwas Zeit und es sind auch einige Voraussetzungen an die jeweilige Person nötig.

Die richtige Kommunikation ist besonders am Anfang der Partnerschaft entscheidend, damit beide ihre Rolle und ihre Verpflichtungen verstehen.

Natürlich kann sich eine gute Sportpartnerschaft auch erst mit der Zeit entwickeln, aber es ist wichtig, gleich zu Anfang deutlich zu machen, was sich beide Seiten von der Partnerschaft erhoffen.

Wenn Du einen Partner suchst, mit dem Du den besten Pump bekommst und am Wochenende nicht nur Protein Shakes trinkst, dann empfehle ich Dir einer längerfristigen Sportpartnerschaft eine echte Chance zu geben – es lohnt sich.

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