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1 Biohack um nach einer Verletzung schneller zu regenerieren

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Verletzt zu sein, ist der Alptraum eines jeden Sportlers.

Kein Training, keine Bewegung und das endlose Warten bis man wieder gesund ist.

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich bevorzuge es so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen.

Was kannst Du also tun, wenn Du Dich verletzt hast?

Wie sich herausstellt, kannst Du mit Creatin Deinen Regenerationsprozess beschleunigen.

In der folgenden Studie [1] geht es um die Effekte einer Creatin Einnahme während einer simulierten Gipsimmobilisation auf den Erhalt der Muskelmasse, der Kraft und der Kraftausdauer.

Bei einer Immobilisation handelt es sich um die Ruhigstellung von bestimmten Körperpartien, die meist nach Verletzungen wie Knochenbrüchen oder Operationen nötig ist.

Wie allgemein bekannt ist, gehen Immobilisation oder starke Inaktivität von bestimmten Muskelpartien mit vielen negativen Begleiterscheinungen einher, da die physiologischen Belastungsreize zum Erhalt der Funktionsfähigkeit der bestimmten Strukturen über einen zu langen Zeitraum ausbleiben.

In der Muskulatur führt eine Immobilisation z.B. zu Atrophie, Kraftverlust, zu einer Verschlechterung der Kraftausdauer, sowie zu einer Verschlechterung des Muskelstoffwechsels.

Auch Knorpel, Sehnen, Kapseln, Bänder und Knochen sind bei einer Immobilisation von einer starken Verschlechterung ihrer Funktionsfähigkeit betroffen, die aber hier nicht weiter erläutert werden sollen, da sich die durchgeführte Studie lediglich mit den Auswirkungen von Creatin auf die Skelettmuskulatur beschäftigte.

Creatin Bankdrücken Kraftsteigerung

Die Einnahme von Creatin könnte laut der Studie einen günstigen Effekt auf den Erhalt von Muskelmasse, Kraft und Kraftausdauer haben und zwar unabhängig von der Ausführung indikationsspezifischer Übungen. Die genaue Absicht der Studie war die Auswirkung auf die Muskelmasse und Leistungsfähigkeit der oberen Extremitäten zu bestimmen.

Dazu wurde vor der Studie die Muskelmagermasse, die Kraft (1 RM der isometrischen einarmigen Ellenbogen Flexion und Extension) und die Kraftausdauer (maximale Anzahl der Wiederholungen von einarmiger isokentischer Ellenbogenflexion- und Extension bei 60% des 1 RM) bestimmt.

Nach den Grundmessungen wurden den Probanden nach zufälliger Auswahl entweder der dominante oder nicht dominante Arm mit einem Gips bei 90 Grad Ellenbogenflexion ruhig gestellt.
Die Probanden erhielten ein Placebo (Maltodextrin; 4 x 5g / Tag) während den Tagen 1 – 7 und Creatin (4 x 5g / Tag) während den Tagen 15 – 21. Dabei war den Probanden nicht bekannt, ob sie der Placebo oder der Creatingruppe zugeteilt wurden.

Der Gips wurde während den Tagen 8 – 14 und 22 – 29 entfernt. Die abhängigen Messungen von Muskelmagermasse, Kraft und Kraftausdauer wurden am Start, nach der Abnahme des Gips und nach der Studie gemessen.

Während der Immobilisation konnte die Creatingruppe im Vergleich mit der Placebo Gruppe bei isokalorischer Zufuhr mehr Muskelmagermasse (Cr +0.9% vs. PLA −3.7%, p < 0.05), mehr Ellenbogenbeugekraft (Cr −4.1% vs. PLA −21.5%, p < 0.05), und Ellenbogenbeugeausdauer (Cr −9.6% vs. PLA −43%, p < 0.05), sowie Ellenbogenstreckkraft (Cr −3.8% vs. PLA −18%, p < 0.05) und Ellenbogenstreckausdauer (Cr −6.5% vs. PLA −35%, p < 0.05) erhalten.

Fazit

Die Ergebnisse zeigen, dass eine Supplementierung mit Creatin-Monohydrat bei einer simulierten Immobilisation des Oberarms dem Muskelverlust, dem Kraftverlust sowie dem Verlust der Kraftausdauer signifikant entgegenwirkt.

Es bleibt natürlich zu sagen, dass man diese Ergebnisse nicht einfach auf echte Krankheitsbilder übertragen kann, da der Körper in diesem Fall zusätzlich mit Reparaturprozessen der betroffenen Strukturen beschäftigt ist.

Man kann aber wahrscheinlich davon ausgehen, dass ein Aufladen der Kreatinspeicher bei echten Patienten ähnliche Vorteile mit sich bringt.

Da eine Creatineinnahme bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr nicht schaden kann, kann man vor allem verletzten Sportlern gutem Gewissens eine Supplementierung mit Creatin während der Rehabilitation empfehlen.

Durch die mögliche Reduzierung der Immobilisationsfolgen könnte der vorherige Leistungsstand wieder schneller erreicht werden. Nicht Sportler profitieren natürlich genauso.

Referenzen (anklicken zum Anzeigen)
  1. Johnston, A. et al. (2009). Effect of Creatine Supplementation During Cast-Induced Immobilization on the Preservation of Muscle Mass, Strength, and Endurance. Journal of Strength and Conditioning Research. 23 (1), 116-120.

Was ist mir Dir? Nimmst Du Creatin regelmäßig ein?

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